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Archivierung ist neben Kommentierung die wichtigste Handlung eines Programmierers. Die wenigsten Archive werden je wieder genutzt. Aber die, die gar nicht erst erstellt wurden, werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gebraucht werden.

Archive sind in wenige Dateien zusammengefasste und komprimierte Projekte. Man kann Archive leichter von einem Arbeitsplatz zu einem anderen transferieren und auch auf Speichermedien konservieren als dies mit offenen Projekten der Fall ist.

In der Sinumerik gibt es für die unterschiedlichen Komponenten unterschiedliche Archivformen und Archivierungsmethoden


PCU 50Bearbeiten

Die PCU 50 kann archiviert (Festplatten-Image) werden, indem ein Festplattenimage erstellt wird. Dazu ist auf einer versteckten Partition eine modifizierte Version von Norton Ghost installiert. Diese wird in den Hauptspeicher geladen und kann von dort aus die Archivierung der ganzen Festplatte sowie das Rückspielen des Archivs auf dieselbe ausführen.

Um zu dieser Partition zu gelangen muss nach während des Bootvorgangs, wenn der Bootloader die Auswahlmöglichkeit SINUMERIK anbietet mit der Pfeiltaste "nach-unten" der Cursor in das darunterliegende Feld gebracht werden, welches kein Text enthält. Mit dem Klick auf "Input" wird es ausgewählt und gestartet. Die PCU startet daraufhin in diesem Service-Modus. Bei der Passwortabfrage ist "SUNRISE" einzugeben.

In dem nächsten Auswahlfeld kann die Netzwerkschnittstelle angepasst werden, falls das Archiv auf einen freigegebenen Ordner eines angeschlossenen Rechners geschrieben bzw. gelesen werden soll.

Achtung!
In diesem Modus kann nur die Ethernetschnittstelle ETH1 verwendet werden. ETH2 ist abgeschaltet.

Falls ein USB Stick verwendet wird, muss er vor dem Hochlauf eingesteckt werden, um erkannt zu werden. Ein nachträglich eingesteckter USB Stick wird nicht mehr von der Software erkannt und als Laufwerk verwendet.

Klicken Sie im Auswahlfeld auf "Komplette Festplatte Backup/Restore" und auf "weiter" Im nächsten Feld können Sie den Zielordner bzw. Quellordner und den Namen des Archivs auswählen und den Archivierungsprozess starten.

Achtung!
Falls sie ein Archiv wieder einspielen, dürfen Sie während des gesamten Vorgangs die Quelle des Archivs nicht von der PCU entfernen. Ein Abbruch des Vorgangs fürt zu Datenmüll auf der Festplatte. Auch die Archivierungs-Partition selbst ist dann verloren und Sie können die PCU nur noch mit einem Bootstick wieder reaktivieren.

Step7Bearbeiten

Das Archiv des PLC-Projekts (nicht zu verwechseln mit dem PLC-Archiv, welches den aktuellen Stand von Programm und Daten auf der PLC archiviert, wird im SIMATIC Manager erstellt.

Es erzeugt eine ZIP Datei, die auch mit einem gewöhnlichen ZIP-Packer erstellt oder gelesen werden könnte. Da Step7 aber noch Änderungen in manchen Dateien macht, ist es nicht ratsam, das Projekt selbst zu (de-)archivieren sondern es nach der folgenden Anleitung zu machen.

Im SIMATIC Manager unter Datei/Archivieren... erscheint ein Popup. mit allen Projekten, Bibliotheken und Multiprojekten. Wählen SIe das zu archivierende Projekt aus und bestätigen Sie mit OK. Im nächsten Fenster geben Sie Name und Speicherort des Archivs an und bestätigen wieder mit OK. Ein Batch-Script läuft ab und bestätigt am Ende die erfolgreiche Archivierung des Projekts

NCBearbeiten

Alle Maschinendaten und sonstige auf der NC befindliche Daten können von der PCU oder der NCU (SolutionLine) aus archiviert werden. Im Sinumerik Operate unter MenüSelekt -> Inbetriebnahme -> > -> IBN Archive erscheint ein Fenster, in dem ausgewaehlt werden kann, ob Archive erstellt oder eingelesen werden sollen. Moechte man eine Archiv erstellen, gelangt man in ein weiteres Fenster. Zu Auswahl stehen NC-Daten (mit den NC Maschindndaten sowie allen "geladenen" Daten), PLC-Daten, Antriebs-Daten (mit allen Antriebs-Maschinendaten, nur für sl-Steuerungen) sowie HMI-Daten (individuelle Einstellungen mitsamt selbsterstellten Texten und Alarmen). Links neben dem gewünschten Archiv wird ein Häkchen gesetzt und anschließend mit OK bestätigt. Nun wird die Archivierung der selektierten Bereiche in eine ARC-Datei gestartet. Diese wird dann unter ...\oem\sinumerik\data\archive gespeichert.

Sinumerik NCUBearbeiten

Der Inhalt der CF-Karte in einer SolutionLine Steuerung (840D sl) kann ebenfalls archiviert werden. Dafür wird ein speziell preparierter USB Stick benötigt (Emergency Boot System). Dieser wird in einen der beiden USB-Ports der NCU gesteckt, bevor diese eingeschaltet wird. Per VNC-Viewer wird auf die Steuerung geschaut. Von dem Stick wird eine Linux Live Version gestartet. In diesem kann man den Inhalt der Karte auf den USB Stick oder auf ein Netzlaufwerk archivieren. Es handelt sich bei dem Archiv um ein TGZ-File (Linux Paket-Format). Dieses kann z.B. mit dem Programm 7-zip geöffnet werden.

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